10 hilfreiche Fakten über Zähne

Gesunde Zähne sind wichtig für eine gute Lebensqualität. Egal ob es um ein schönes Lächeln oder Gesundheitsprobleme durch die Zähne geht. Eine gute Zahngesundheit ist für viele Menschen das A und O. Unsere 10 hilfreichen Fakten helfen Ihnen in Sachen Zahngesundheit richtig zu handeln.

1. Zähne putzen direkt nach dem Essen ist nicht gut

… und zwar, weil man mit dem Essen Zucker und Säure aufnimmt. Der Zahnschmelz wird dadurch angegriffen und demineralisiert. Dieser Zustand wird vom Speichel wieder in Ordnung gebracht – was allerdings circa eine halbe Stunde dauert. Also sollten Sie erst circa eine halbe Stunde nach dem Essen Ihre Zähne putzen. Durch direktes Putzen nach dem Essen, würde man den angegriffenen Zahnschmelz noch zusätzlich abreiben und schädigen. [1]

2. Schlechte Zahn- und Mundhygiene erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt

…und auch für Diabetes und Gefäßverkalkungen. Hat man oft entzündetes Zahnfleisch oder sogar blutendes Zahnfleisch, so bedeutet dies, dass Bakterien vorhanden sind, die für diese Symptome verantwortlich sind. Die Entzündung sollte unbedingt behandelt werden. Die Bakterien können über den Mund oder auch über das Blut in den gesamten Körper gelangen und dort weitere Entzündungen oder eben auch Herzkrankheiten auslösen. Im Mund kann es zu Zahnfleischrückgang führen und dadurch sogar zu einem Verlust von Zähnen. [2]

3. Kinder haben empfindlichen Zahnschmelz und somit ein höheres Risiko für Karies

Fallen die Milchzähne aus, so freut sich jedes Kind über die neuen, bleibenden Zähne. Allerdings ist Vorsicht geboten. Der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ist noch sehr empfindlich. Und Kariesbakterien greifen gerne auch gerade nachwachsende Zähne an. Es ist in dieser Phase also sehr wichtig fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden um den Zahnschmelz zu unterstützen. Desweiteren macht es Sinn, auf zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten oder den Verzehr einzuschränken um das Kariesrisiko zu vermindern. [1]

4. Handzahnbürste und elektrische Zahnbürste sind gleich gut

Eine elektrische Zahnbürste hat bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute. Da klingt es doch recht logisch, dass man mit dieser viele Bakterien und Beläge entfernen kann. Allerdings kann man das gleiche Ergebnis auch mit einer Handzahnbürste und der der richtigen Putztechnik erreichen. [3]

5. Zähne und Rücken stehen in Zusammenhang

Die Muskeln und die Nerven des Kiefers stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der Wirbelsäule. Dennoch sind bei Kieferfehlstellungen oft die Wirbelsäule bzw. der Rücken betroffen, da der Körper diese Fehlstellung des Kiefers versucht auszugleichen und dafür andere, nahegelegene Strukturen verwendet. Es kann zu Nacken- und Schulterverspannungen kommen. [4]

6. Mundgeruch kommt nicht immer von den Zähnen

Ganz im Gegenteil: eine häufige Ursache von Mundgeruch, ist der Bakterienbelag auf der Zunge. Abhilfe ist leicht geschaffen: mit der Zahnbürste kann auch die Zunge geputzt werden. Es gibt auch extra Geräte hierfür, wie zum Beispiel Zungenschaber. Oder aber auch Zahnbürsten die auf der Rückseite einen kleinen Zungenreiniger haben. Die Reinigung der Zunge führt zur Verminderung der Bakterien im Mundraum und somit wird gleichzeitig auch das Risiko für Karies gesenkt. [5]

7. Schnuller oder Daumen lutschen beeinflusst den Kiefer

Baby’s und Kleinkinder haben meist einen Schnuller oder lutschen an ihrem Daumen. Das beruhigt und ist auch für Eltern angenehm, um die Kinder leichter zum Schlafen zu bringen oder eben auch zu beruhigen. Allerdings kann häufiger Gebrauch von Schnullern (oder Daumen lutschen) zu einem offenen Biss führen – untere und obere Schneidezähnen schliessen dann nicht miteinander ab. Dies kann wiederum zu weiteren Problemen führen, wie zum Beispiel einem Sprachfehler durch Lispeln. Von Zahnärzten wird deshalb angeraten, Kindern mit 2 Jahren oder auch schon früher den Schnuller abzugewöhnen. [6]

8. Nicht alle Mundspülungen helfen gegen Karies

Zähne putzen, Zahnseide und Mundwasser verwenden – das gehört zu einer guten, ausführlichen Mundhygiene dazu. So wie aber auch nur eine Zahnpasta mit Fluorid den Zahnschmelz stärkt und somit dem Karies vorbeugt, so ist dies auch bei Mundwässern. Verwenden Sie ein Mundwasser mit Essenzen, wie zum Beispiel Pfefferminze, oder eben auch ätherische Öle, so sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass diese nur den Atem erfrischen und keine ausschlaggebende Wirkung auf Ihre Mundgesundheit haben. Klar, Kräuter können beruhigend wirken oder durchblutungsfördernd, Alkohol desinfizierend – dies pflegt das Zahnfleisch. Um jedoch eine wirklich antibakteriellen Effekt zu haben, sollten Sie Mundwässer mit einem Fluoridgehalt von mindestens 0,025% verwenden. [7]

9. Eine Schwangerschaft kann sich negativ auf die Zähne auswirken

Wird man Schwanger, so sind die eigenen Zähne nicht gerade das woran man denkt. Geschweige denn, dass man denkt es könnte zu Problemen mit den Zähnen kommen. Jedoch wirkt sich der veränderte Hormonspiegel während der Schwangerschaft auf den gesamten Körper aus – auch auf die Zähne. Durch den veränderten Östrogen-Spiegel wird das Zahnfleisch während der Schwangerschaft weicher, wird stärker durchblutet und schwillt teilweise sogar an. Dies alles wiederum führt dazu, dass sich Bakterien leichter ansiedeln können und es so zu einer Zahnfleischentzündung kommt. Man spricht dann auch von einer Schwangerschaftsgingivitis. Auf die Mundhygiene ist also während der Schwangerschaft ein großes Augenmerk zu legen. Zum Putzen der Zähne empfiehlt sich bei so Empfindlichem Zahnfleisch eine Bürste mit weichen Borsten. Die Zahnzwischenräume sollten mit Zahnseide oder Interdentalborsten gereinigt werden und auch die Verwendung von Mundwasser ist sinnvoll. [8]

10. Zahnbelag gibt es auch bei den „Dritten“

Zahnbelag entsteht auch, wenn man keine eignen Zähne mehr hat, sondern eine Prothese verwendet. Nicht entfernte Essensreste und Bakterien tun ihr Bestes dafür. Bei herausnehmbarem Zahnersatz kann dies problematisch werden. Der Belag führt dazu, dass die Prothese nicht mehr richtig sitzt und auch Druckstellen entstehen. Wenn sie also nicht mehr so einfach rausgenommen werden kann wie zu Anfang, sollte man das beim Zahnarzt überprüfen lassen. Fest sitzender Zahnersatz ist leichter zu behandeln, da er einfach genauso wie die restlichen noch eignen Zähne im Mund mitgepflegt wird – man also nicht extra darauf achten muss. Dies sollte man bei herausnehmbarem Zahnersatz jedoch tun; auch hier müssen Zwischenräume und auch alle am Zahnfleisch oder Gaumen anliegenden Flächen gereinigt werden. [9]

Quellenangaben: