Die Patientenakte vom Zahnarzt

Eine Patientenakte wird bei jedem Arztbesuch angelegt – egal ob beim Hausarzt, Augenarzt oder Zahnarzt. Ist ja klar, dass sich der Arzt bei all den Patienten, die er behandelt nicht alles und jedes Detail merken kann. Aber wofür genau ist die Patientenakte eigentlich gedacht? Und was genau wird darin alles notiert? Diese und noch mehr Fragen zur Patientenakte- speziell die vom Zahnarzt – werden im Folgenden erklärt.

Was steht alles in der Patientenakte vom Zahnarzt?

Der Zahnarzt ist dazu verpflichtet eine Patientenakte von jedem einzelnen Patienten anzulegen. Diese enthält natürlich die persönlichen Daten des Patienten, also Name, Geburtsdatum und eventuelle Vorerkrankungen etc. Wird vom Zahnarzt eine Diagnose gestellt, wie z. B. eine Zahnfleischentzündung, und eine bestimmte Behandlung dafür vorgenommen bzw. geplant, so wird auch dies in der Patientenakte notiert. Desweiteren muss der Zahnarzt dort durchgeführte Behandlungen notieren bzw. auch deren Verlauf; die Akte muss immer auf dem aktuellen Stand sein.

Die Patientenakte ist vertraulich, eine Weitergabe muss im Einzelfall vom Patienten genehmigt werden.

Welche Funktion hat die Patientenakte vom Zahnarzt?

Bevor der Zahnarzt einen Patienten in Empfang nimmt, erkundigt er sich durch die angelegte Patientenakte vorher über dessen Gesundheitszustand. Er kann in dieser nachlesen, ob der Patient zuvor schon einmal mit bestimmten Beschwerden bei ihm war, welche Behandlungen durchgeführt wurden, welche Diagnosen bereits gestellt wurden etc. Oft fordern Zahnärzte die Patientenakte vom vorherigen Zahnarzt des Patienten an.

Neben der Hilfe zur Erinnerung für den Zahnarzt ist die Patientenakte also zur Sicherung einer guten Therapie beim Patienten nötig. Auch gegenüber den Krankenkassen oder anderen Kostenträgern wie zum Beispiel einer Zahnzusatzversicherung ist sie nötig, um die angefallenen Kosten vorweisen und abrechnen zu können.

Patientenakte und Zahnzusatzversicherung – was ist zu beachten?

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung stößt man oft auf die Formulierung einer „bereits angeratenen Behandlung“. Geht man also zum Zahnarzt, und stellt dieser eine Diagnose, so rät er einem meist auch zu einer bestimmten Behandlung, bzw. klärt er einen über die Möglichkeiten der verschiedenen Behandlungen auf.

Auch dieses Gespräch muss in die Patientenakte eingetragen werden. Damit ist die Behandlung der gestellten Diagnose natürlich noch nicht durchgeführt. Für die Zahnzusatzversicherung gilt sie durch diese Dokumentation in der Patientenakte jedoch als bereits angeratene Behandlung.

Ist dies der Fall und Sie schließen zu diesem Zeitpunkt eine Zahnzusatzversicherung ab, so trägt die Zahnzusatzversicherung hier meist nicht die Kosten. Nur wenige Tarife versichern angeratene Behandlungen zusätzlich mit.