Kieferorthopäden zocken Eltern mit privaten Zuzahlungen bei Zahnspangen ab

In einem aktuellen Artikel wird endlich einmal die Abzocke der Kieferorthopäden gegenüber zahlreichen Eltern aufgegriffen. Laut einem Artikel der FAZ liegen in Hessen beispielsweise gegen jeden fünften Kieferorthopäden Beschwerden vor. Im Kern geht es dabei immer um die Verweigerung der Behandlung ohne Zusatzkosten und nach Standard der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kieferorthopäden versuchen so, sich einen attraktiven Zusatzverdienst zu schaffen, indem sie den Eltern gesetzlich versicherter Kinder eine Kassenbehandlung verweigern und private Zuzahlungen fordern. Der Gesetzgeber ist machtlos, solange die betroffenen Eltern keine Klage einreichen.

Teuer wird es, wenn eine Zahnspange nur medizinisch sinnvoll ist…

Viele Kinder unter 18 Jahren sind von mehr oder weniger starken Kieferfehlstellungen betroffen. Diese sind entweder angeboren oder entstehen durch Stress und ähnliche Faktoren. Die gesetzlichen Krankenkassen sehen in der Gebührenordnung für Zahnärzte so genannte kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG 1-5) vor. Für Kieferfehlstellungen der kieferorthopädischen Indikationsgruppe 1 und 2 leistet die gesetzliche Krankenversicherung nicht. Diese Behandlungen werden als medizinisch sinnvoll bezeichnet, jedoch nicht unbedingt notwendig. Für derartige Behandlungen müssen Eltern für ihre Kinder immer aus eigener Tasche aufkommen.

Dies begründet sich auf den stets knappen Finanzmittel der gesetzlichen Versicherungen. Es gibt die eine oder andere Ausnahme unter den gesetzlichen Kassen, die auf Kulanz und wegen der positiven Prophylaxe Wirkung auch Behandlungskosten in KIG 1 oder 2 übernehmen. Dies ist jedoch der Ausnahmefall. Um diese Kosten zu decken, lohnt sich in der Regel schon eine private Zahnzusatzversicherung für Kinder. Bitte beachten Sie, dass längst nicht alle Zahntarife auch Kieferorthopädie mit abdecken. Selbst eine 100%ige Erstattung der Kosten für Zahnbehandlung ist keine Garantie für gute kieferorthopädische Leistungen. Unsere Tarifempfehlungen für Kinder haben wir besonders unter diesen Kriterien ausgewählt.

Achtung: Einige Versicherer bieten extra Zahnzusatzversicherungen für Kinder an. Dies sind jedoch meist keine guten Angebote. Die Preise sind zwar günstig, aber die Leistungen für Zahnspange und andere kieferorthopädische Kosten sind hier teils stark begrenzt. So versuchen die Versicherer hohe Kosten durch die Versicherungsnehmer geschickt zu umgehen.

In den Indikationsgruppen 3 bis 5 würde normalerweise die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten decken…

Aufgrund der knappen Zahlungen der Kassen, versuchen viele Kieferorthopäden sich mit privaten Zuzahlungen etwas dazu zu verdienen. Dies passiert meist auf unrechtmäßige Art und Weise. Der oben referenzierte Artikel der FAZ greift dieses Thema auf. Laut dem Artikel liegen gegen 20% der hessischen Kieferorthopäden Beschwerden wegen solcher Praktiken vor.

Die Kieferorthopäden klassifizieren dazu entweder die Fehlstellung zu leicht ein, denn dann ist automatisch eine privat finanzierte und damit ertragreichere Behandlung sicher, oder sie verweigern den Eltern von Kindern mit gravierenden Kieferfehlstellungen eine Behandlung nach dem gesetzlichen Standard. Den gesetzlichen Krankenkassen sind dabei die Hände gebunden, denn es wäre Aufgabe der betroffenen Eltern hier vor Gericht zu ziehen. Bisher gibt es seitens der Eltern kaum Widerstände gegen diese Praktik der Kieferorthopäden. Vielerorts lassen sich Eltern mit dem Argument die Gesundheit ihrer Kinder zu schützen zu unrechtmäßigen privaten Zuzahlungen drängen.

Delikat an der Angelegenheit ist, dass viele Kieferorthopäden das mit gutem Willen tun: sie möchten ihre Patienten zu höherwertigen Behandlungen drängen und nicht die geringen Standards der gesetzlichen Behandlung anwenden. Ein prominentes Beispiel ist hier die unsichtbare Zahnspange, die hinter der Zahnreihe eingebracht wird. Kinder mit einer normalen Zahnspange sind, recherchiert man ein wenig in Foren, offensichtlich öfters Opfer gezielten Mobbings von Mitschülern. Eine unsichtbare Zahnspange schützt vor solchen Problemen, kostet jedoch auch erheblich mehr Geld.

Eine private Zahnzusatzversicherung schützt vor kieferorthopädischen Kosten und sichert qualitativ hochwertige Behandlungen zu…

Viele private Zahnzusatzversicherungen bieten auch einen Baustein für Kieferorthopädie an. Fast immer ist dieser im Tarif enthalten und schützt vor Zusatzkosten. Ohne private Zahnzusatzversicherung müssten diese Kosten für den Kieferorthopäden und das verwendete Material bei Zahnspangen, Retainern und anderen Korrekturmaßnahmen von Kieferfehlstellungen aus eigener Tasche bezahlt werden. Je nach Versicherungsbedingungen der gewählten Zahnzusatzversicherung werden Ihnen bis zu 90% der kieferorthopädischen Kosten erstattet.

Wenn Ihnen die Leistungen für Kieferorthopädie besonders am Herzen liegen, beachten Sie bitte unsere Zahntarife für Kinder. Die CSS Versicherung, die UKV und die AXA warten hier mit besonders guten Leistungen bei einem günstigen Monatsbeitrag auf. Engstand, Zahnlücken, Überbiss, Vorbiss, offener Biss und Kreuzbiss lassen sich so zu günstigen Eigenkosten behandeln. Wenn Sie die Seite mit den Zahnzusatzversicherungen für Kinder öffnen, erhalten Sie zudem weitere Informationen zu diesem speziellen Themenfeld.

Aber auch für Erwachsene lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung mit erweiterten kieferorthopädischen Leistungen unter Umständen. Problematisch ist hier in gewisser Weise, dass die privaten Zahnzusatzversicherungen nur für solche Kosten aufkommen, deren Versicherungsfall nach Abschluss des Vertrages eingetreten ist. Kieferschäden vor dem Versicherungsabschluss werden nicht berücksichtigt. In unserem umfangreichen Vergleich von 180 verschiedenen Zahnzusatzversicherungen haben wir speziell nach guten Tarifen für Kieferorthopädie gesucht. Dabei sind uns die Tarife der CSS Versicherung, der ARAG und der Inter Versicherung positiv aufgefallen. Sie suchen eine Versicherung, die Sie vor den Kosten zukünftiger kieferorthopädischer Behandlungen schützt? Lesen Sie dazu doch einfach mal unsere Tipps rund um das Thema Kieferorthopädie versichern.