Löst fluoridhaltige Zahnpasta ADHS aus?

Das klingt erst einmal ziemlich komisch. Doch es gibt eine neue Studie, die ADHS und weitere neurologische Schäden in Zusammenhang mit Fluorid in Zahnpasta und Trinkwasser stellt. Wir haben uns das mal genauer angeschaut…

ADHS durch Fluorid?

Es gibt eine neue Analyse von 27 früheren Studien zur Wirkung der Chemikalie Fluorid auf den menschlichen Organismus. Diese wurde von Forschern der Icahn School Of Medicine am Mount Sinai in New York und der Harvard School Of Public Health in Boston durchgeführt. Das Ergebnis: Fluorid beeinträchtigt die Entwicklung des Gehirns und kann somit zu ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), Autismus-Spektrum-Störungen und Legasthenie führen.

Auch Quecksilber und Blei beeinträchtigen die Entwicklung des Gehirns. Die Wirkung dieser chemischen Substanzen sei wohl sehr gering, aber in Kombination und hoher Dosis können neurologische Schäden entstehen.

Laut der beiden führenden Wissenschaftler dieser Studie haben die Fälle von neurologischen Störungen, wie eben ADHS, in den letzten sieben Jahren stark zugenommen.

Warum ist Fluorid in Zahnpasta enthalten?

Seit den 70er Jahren wird Fluorid der Zahnpasta zugesetzt. Damals wurde festgestellt, dass in Regionen in denen das Trinkwasser von Natur aus Fluorid enthält, die Menschen weniger Karies haben. In einigen Ländern wie den USA oder auch Australien wurde daraufhin das Trinkwasser mit Fluorid angereichert.

In Deutschland ist Fluorid in Zahnpasta und auch in Salz enthalten. Die enthaltenen Mengen sind jedoch sehr gering. Für den Aufbau von Zähnen und Knochen ist eine geringe Fluoridzufuhr allerdings von Nöten.

Fazit und Einschätzung: Zusammenhangs zwischen Fluorid und ADHS?

Dass neurologische Störungen immer häufiger auftreten lässt sich nicht abstreiten. Ob diese nun tatsächlich durch Fluorid ausgelöst werden sei dahingestellt. Die Mengen an Fluorid die ein Mensch in Deutschland durch Zahnpasta und durch Salz zu sich nimmt sind sehr gering. Quecksilber kommt in deutschen Haushalten so gut wie gar nicht mehr vor und auch Bleirohre für die Trinkwasserversorgung sind verboten.

Die Auslöser für ADHS sind multifaktoriell – auch Erziehung, soziales Umfeld und weitere andere Faktoren sollten hier miteinbezogen werden.

Quellen (alle aufgerufen am 14.6.2016)::